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Das Wahrzeichen von Querfurt ist seine Burg. Sie besitzt eine Grundfläche von etwa 3,5 ha und ist damit die größte Burganlage in Mitteldeutschland. Die berühmte Thüringer Wartburg wird in ihrer Ausdehnung um das Siebenfache übertroffen.

Zu dem zählt sie zu den ältesten und besterhaltensten mittelalterlichen Befestigungen an der  Straße der Romanik.

Innerhalb einer frühgeschichtlichen Wallanlage entwickelte sich ab dem 9. Jahrhundert der gewaltige Komplex. Seit dem 10. Jahrhundert ist sie Stammsitz der Edlen Herren von Querfurt. Die berühmtesten Vertreter dieser Familie sind der Heilige Brun, welcher als Missionar und Friedensstifter in Osteuropa wirke und großen Respekt der damaligen Herrscher u.A. Kaiser Ottos III. genoss, und Konrad von Querfurt, der als Reichskanzler den Kreuzzug Kaiser Heinrichs VI. vorbereitete und diesen auch als politischer Anführer ins Heilige Land begleitete. Weitere Söhne besetzten das Amt des Burggrafen von Magdeburg, das Bischofsamt von Hildesheim oder die Erzbischofswürde von Magdeburg. Im Jahr 1496 allerdings, starb das Adelsgeschlecht auf männlicher Linie aus.

Den damaligen Einfluss der Edlen Herren spiegelt die Burg wieder. Ihre Besitzer waren stets bemüht sie ständig auf dem neusten Stand der Wehrtechnik zu halten. Ein doppeltes Rindwallsystem mit bis zu 17m dicken Mauern sorgte für Schutz. Genauso wie die drei Kanonenbastionen aus dem späten 15. Jahrhundert. Eindrucksvoll sind die drei Burgtürme, von denen der sogenannte „Pariser Turm“ bis in eine Höhe von 30m bestiegen werden kann.

Die romanische Burgkirche beherbergt die Grabtumba Gebhards XIV. Bei der Grabtumba handelt es sich um ein Werk der berühmten Peter Paler Schule zu Prag. Die Burgkirche wird heute für vielfältige kulturelle Veranstaltungen, wie Orgelkonzerte, genutzt.
Im ehemaligen Korn- und Rüsthaus befindet sich das älteste profane Mauerwerk Sachsen-Anhalts, Bausubstanz aus dem 10./11. Jahrhundert. 1535 wurde es unter Kardinal Albrecht von Brandenburg umgebaut, erweitert und erhielt seine heutige Gestalt nach 1660. Seit 1952 befindet sich in diesem Gebäude das Museum.

Ebenfalls interessant ist das Fürstenhaus. Dieses repräsentative Wohngebäude beherbergt in seinem Keller einen im Original erhaltenen romanischen Kamin. Außerdem ist das Fürstenhaus eine beliebte Adresse für Hochzeitsgesellschaften.
In direkter Nachbarschaft zur Burg befindet sich das Kreisbauernmuseum. Alte Landwirtschaftsmaschinen vom Lanz Bulldog bis zum alten Mähdrescher sind dort genauso zu finden wie ein mit Originalgegenständen eingerichtetes bäuerliches Wohnhaus. 

In den vergangenen Jahren hat sich der heimliche Star unter den Drehorten Mitteldeutschlands seinen neuen Titel „FilmBurg“ redlich erarbeitet. Zahlreiche nationale & internationale Produktionen wurden hier gedreht, darunter „Der Medicus“, „Die Päpstin“ oder die Märchen „Die zertanzten Schuhe“ und „Jorinde & Joringel.“

Öffnungszeiten
April – Oktober: 10.00 bis 18.00 Uhr
Montags geschlossen
November – März: 10.00 bis 16.00 Uhr
Montags geschlossen

Kontakt
Burg Querfurt
06268 Querfurt
Telefon: 034771-52190
Fax: 034771-521999
E-Mail: burg.querfurt@saalekreis.de
Internet: www.burg-querfurt.de