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Weihnachtliche Höfe locken Vielzahl von Besuchern an  

In einem bequemen Lehnstuhl sitzend, ein Tuch um den Kopf gebunden und mit gütigem Blick war Angela Möbes die perfekte Märchenoma. Im Hof des Bocks-Restaurants empfing sie die Kinder zum Märchenrätsel. Die Fragen, die es zu beantworten galt, waren von Schülern der Albert-Schweitzer-Grundschule auf kleine, an Wäscheleinen befestigte Tafeln geschrieben worden. Gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin der Schule hatten sie so das Programm "Göttersitz, Edelacker und das Paradies" des Restaurants und der Schule zur Aktion "Weihnachtliches in den Höfen" mit vorbereitet. Die fand am Wochenende in Naumburg an 19 Stationen statt. Auch in diesem Jahr war die Resonanz der zahlreichen Besucher überaus positiv. Vor allem in den Abendstunden wurde es jeweils richtig eng und kuschelig in den Höfen, die zumeist von Geschäftsleuten und Händlern sowie deren Familien und Freunden liebevoll ausgestaltet waren. Dass die vom Tourist- und Tagungsservice initiierte und vom Kulturmanagement der Stadt unterstützte Höfe-Aktion inzwischen überregional für Aufmerksamkeit sorgt, zeigte sich nicht nur an Gästen aus Berlin und Leipzig sowie Schleiz, die mit einem Bus angereist waren, sondern ebenso am Besuch der Merseburger City-Managerin Nicole Martin und Stadtführer Lutz Brückner. "Wir finden die Aktion sehr gut und überlegen, ob wir sie übernehmen werden", sagte Frau Martin unserer Zeitung.

 
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19 Höfe locken zum Advent  

Am ersten Adventswochenende - am 29. und 30. November, laden Naumburger Geschäftsleute, Vereine und Bürger in die historischen Höfe der Naumburger Innenstadt ein. Bei der dritten Auflage von "Weihnachtliches in den Höfen" - vor zwei Jahren öffneten die Höfe erstmals im Advent - kann die Besucher an 19 Orten Einblicke in sonst meist verborgene Höfe nehmen. "Wir machen Ihnen den Hof" mit Köstlichem und Kostbarem zum Probieren und Genießen, mit Kunst und Handwerk zum Bestaunen und Verschenken, heißt es in einer Pressemitteilung des Kulturmanagements der Naumburger Stadtverwaltung. Ob filigrane Weihnachtsdekoration oder rustikales Lagerfeuer - jeder Hof wird nach einem anderen Thema individuell und liebevoll ausgestaltet. Das breit gefächerte Angebot reicht von Weihnachtsbastelei für Kinder und Märchenerzählen über Weinverkostungen bis zum Angebot verschiedenster Handwerkerwaren und Modeartikel.

 
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Starkoch dirigiert in Schmiede  

Das Sieben-Gänge-Menü ist zur Ansicht schon aufgereiht. Unter den Tellern hängen weiße Klebezettel mit Symbolen und Notizen in französischer Sprache. Weiß ist auch die große Mütze von Jean Brouilly, Französisch die Muttersprache des Kochs, dessen Restaurant einen Stammplatz in allen wichtigen kulinarischen Führern des Nachbarlandes innehat. Für jenes Menü - vom Kräuterquark auf Johannisbeergrütze bis hin zur mit Zitronenverveine angebratenen Birne - lenkt er mit Küchenchef Stefan Gussek vom Hotel & Restaurant "Zur Alten Schmiede" die Kreativität der Kochkollegen in die richtigen Bahnen. Das kulinarische Mammutprogramm ist festlicher Auftakt der Schlemmerwochen Kulinarium "Gastlich Saale-Unstrut", zu dem 90 Gäste wie Inhaber der 15 teilnehmenden Gasthäuser und Vertreter des Weinbauverbandes geladen sind. Der Abend steht dabei unter der Überschrift "Saale-Unstrut trifft Frankreich" und stellt vor allem für die insgesamt sechs Köche der hiesigen Häuser eine große Herausforderung dar.Vor allem auf sprachlicher Ebene. "Es tut mir leid, dass ich kein Wort Deutsch kann, dafür spreche ich Französisch umso besser", scherzt der Maître und Träger der Medaille "Ritter des Ordens National du Mérite". Deshalb ist Melanie Albrecht, Inhaberin des Parkhotel "Güldene Berge" Weißenfels, ebenfalls Stammgast in der Küche, um für die Köche zu dolmetschen. Sie hat den Besuch des Starkochs eingerührt und kann erklären, was Wochen vor dem Abend geschah: "Jean Brouilly erhielt insgesamt 20 Weine, von denen er acht für das Menü aussuchte. Wir haben ihn zudem all jene heimischen Produkte genannt, die wir derzeit frisch besorgen können." Zwei Tage vor dem Menü habe der Franzose zudem begonnen, die einzelnen Speisen auszuprobieren. Doch nicht nur am Schmiede-Herd absolvieren die Vertreter der weißen Zunft einen Kraftakt, zwischen Küche und Festsaal wirbeln insgesamt 17 Servicekräfte unter der Leitung von Enrico Beyer vom Berghotel "Zum Edelacker". Nahezu auf jede Bewegung abgestimmt, servieren die Kellner die Speisen und füllen die Gläser der Gäste nach. "Es ist eine große Leistung, das gesamte Team aus den verschiedenen Häusern unter einen Hut zu bringen", betonte Gastgeber Hardy Hanschke. Tourismuschefin Andrea Meyer hofft jedoch nicht nur auf einen gelungenen Auftakt der Schlemmerwochen Die kommenden Tage bis zum 30. November sind ebenso entscheidend. "Die Testphase im letzten Jahr lief nur mäßig. Wir wollen das Genussthema innerhalb des Tourismus in der Region voranbringen, denn kulturinteressierte Gäste wollen auch toll einkehren", sagt Andrea Meyer. Gegen Mitternacht erhalten die Köche und das Service-Personal nicht nur ein wörtliches Lob wie jenes von Henri Cames vom Französischen Fremdenverkehrsverein, sondern zudem einen kräftigen Applaus der Gäste.

 
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Organist ist jung und preisgekrönt  

"Die Berufung zum Organisten der Hildebrandt-Orgel an St. Wenzel in Naumburg erfüllt mich mit Freude und Stolz", so David Franke gestern im Rahmen eines Pressegesprächs, das in der Superintendantur des Evangelischen Kirchenkreises stattfand. Der erst 28 Jahre alte Freiberger hat bereits eine respektable Musikerkarriere hinter sich und verschiedene Preise gewonnen. So erst kürzlich den Publikumspreis des "Grand Prix de Chartes" in Orgelimprovisation beim Internationalen Orgelwettbewerb im niederländischen Haarlem. Franke hat in Stuttgart Kirchenmusik studiert und an der Universität der Künste in Berlin Solisten-Klassen für Orgel und Orgelimprovisation absolviert.

 
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